Binger Schifferverein 1895 e.V.
Schiffer- und Lotsenmuseum

Veranstaltungen

Vorschau

26. Hanse Sail

Für 2027 steht die 36. Hanse Sail Rostock zusammen mit dem dortigen nautischen Verein auf dem Programm, eines der größten maritimen Feste Europas., Jedes Jahr zieht die Veranstaltung Hunderttausende Menschen in die Hanse- und Universitätsstadt Rostock, um die Faszination der Traditionssegler hautnah zu erleben. Ob stolze Segelschulschiffe, historische Traditionssegler oder motorisierte Begleitfahrzeuge - hier trifft man auf maritime Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Auch das Schifffahrtsmuseum Rostock steht auf dem Program.

Anmeldeschluß war Mai 2026, bitte beim Vorstand fragen ob es durch Änderungen noch freie Plätze gibt.

Fotos (c) Francesco Carovillano, MV-T/Grundner, MV-T/Gänsicke, MV-T/Tiemann

Flohmarkt

Der Binger Schifferverein veranstaltet am Samstag 19. September von 10 - 17 Uhr einen Flohmarkt am Lotsenhaus. Es gibt wieder eine Kuchentheke die für eine freiwillige Spende reichlich in Anspruch genommen werden kann.

Der Reinerlös kommt dem Wünschewagen des ASB Arbeiter-Samariter-Bundes zugute.

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung.


Der ASB-Wünschewagen erfüllt kranken Menschen gegen Ende ihres Lebens besondere Wünsche. Er setzt da an, wenn ein Fahrgast nur liegend transportiert werden kann, pflegerische medizinische Betreuung benötigt oder die Familie sich den Ausflug allein nicht zutraut.

Denk mal, der Rhein wäre geschlossen

Die Geschichte der Beseitigungen von Hindernissen und Gefahren für die Schifffahrt am Rhein 

Der Rhein ist die wichtigste Transportachse Europas. Von der Gründerzeit über das Wirtschaftswunder bis zum "green deal" spielte die Binnenschifffahrt eine wichtige Rolle. Der Ausbau des Rheins, um Ihn gefahrlos und wirtschaftlich befahrbar zu machen, ist Thema des Erzählmuseums am Tag des offenen Denkmals. 

Gegen den Strom. Vom Mensch zur Maschine - wie die Schiffe auf dem Rhein zu Berg fahren lernten

Erzählmuseum zum Tag der Industriekultur RheinMain 2026

Gesprächsrunde von der Entwicklung des Schiffsverkehrs gegen den Strom vom Treideln bis zum Schubschiff.

Rochusfest

Am 19 August 2026 Treffen auf dem Rochusberg um 17 Uhr zum gemütlichen Beisammensein. 

Alle Mitglieder sind dazu herzlich eingeladen. Ein Tisch ist im Zelt des Weinguts Grünewald reserviert.



Retrospektive

Vereinsausflug zur Schiffsmühle Ginsheim und in den Palmengarten

Der Vereinsausflug 2026 fand am 5. August 2026 statt. Nach der Abfahrt gab es am Rhein ein Frühstück und anschließend den Besuch der Ginsheimer Schiffsmühle. Dann ging  es zum Frankfurter Palmengarten wo mehrere Spezialführungen zur Auswahl standen. Am Abend  einen gemütlichen Ausklang im Forsthaus Heilig-Kreuz.

Ein ereignisreicher Tag, den trotz der Hitze alle genossen haben!



Eine Reise in die Vergangenheit

ASB-Wünschewagen Rheinland-Pfalz ermöglicht Wünsche.

Unser Vereinsmitglied vom Binger Schifferverein 1895 e. V.  Gerrit Lambrecht, aufgewachsen auf der Nordseeinsel Langeoog, wurde durch das Team des ASB-Wünsche-Wagen-Rheinland-Pfalz aus Worms um Manuela Stebel sein sehnlichster Wunsch, noch einmal seine Heimatinsel Langeoog zu besuchen erfüllt.

Der ASB-Wünschewagen Rheinland-Pfalz mit seinen Ehrenamtlichen Helferinnen Manuela und Heike, koordinierten und begleiteten Gerrit Lambrecht auf diese emotionalen Reise zu seiner ehemaligen Heimatinsel Langeoog. Der 1. Vorsitzende des Binger Schifferverein 1895 e.V. Ulrich Kunkel begleitete auf besonderen Wunsch ebenfalls seinen Vereinskameraden und ehrenamtlichen Diensttuenden im Lotsenmuseum Bingen auf diese Fahrt. Am frühen Morgen startete der Wünsche-Wagen vom Hospiz in Ingelheim am Rhein, in dem Gerrit Lambrecht zurzeit lebt, liebevoll verabschiedet von den Betreuerinnen des Hospizes zur Fahrt nach der Nordsee Insel Langeoog. Manuela und Heike, die beiden Wünsche erfüllenden, steuerten den Wünsche-Wagen souverän zum Zielort Nordseeheilbad Esens–Bensersiel. Nach dem Abendessen, einen abendlichen Besuch der Hafenanlagen, dabei einen wunderschönen Sonnenuntergang erlebend, war der erste Tag der Reise vorüber. 

Am nächsten Tag ging es mit der Fähre auf die Insel. Dieser Tag wird Gerrit wohl immer in Erinnerung bleiben. Es gab viele Begegnungen und wir wurden von allen Beteiligten liebevoll unterstützt. Angefangen bei der Fährmannschaft, die uns zum Bug der Fähre mitnahmen, die Ladeklappe etwas abgelassen haben, um Gerrit einen freien Blick auf Wasser der Nordsee und Insel zu erlauben. Weiter mit dem Kutschfahrer, Michael dem ehrenamtlichen Fahrer des Inselrettungsdienstes mit seinem Rettungswagen, sowie die Schulfreunde/innen die Gerrit auf seiner Heimatinsel erwarteten. Auf der Insel angekommen, stand eine Pferdekutsche bereit und seine ehemaligen Schulfreunde begrüßten Ihn auf das Herzlichste. Eine sehr emotionale Begegnung. Die Fahrt mit der Pferdekutsche führte uns durch die Ortschaft von Langeoog, zu den Orten, die Gerrit gerne noch einmal besuchen wollte. Die Heerenhusstraße zu seinem früheren zuhause, zum Dünenfriedhof, vorbei am Anwesen der Lale Anderson, die auch auf der Insel gelebt hat, bis zur Gaststätte am kleinen Flugplatz. Im Flugplatz Restaurant „Sturmeck“ wurde zusammen mit allen das Mittagsmahl eingenommen. Die Freude, das alles nochmal zu sehen und Langeoog noch einmal besuchen zu können, sowie seine Schulfreunde um sich zu haben, war Gerrit deutlich anzusehen. 

Nach dem Mittagsessen war die kleine Inselkirche das nächste Ziel. Dort wurde Gerrit getauft und von Pastor van Osten konfirmiert. Ulrich Kunkel, Vorsitzender des Binger Schifferverein 1895 e.V. und ausgebildeter Barriton, überraschte die Anwesenden mit Liedern wie „Heilig, Heilig, Heilig“ und dem „Ave Maria“ von Jackes Gounod. Dadurch angeregt, sang Gerrit selbst zusammen mit Herma Hoffmann das Plattdeutsche Lied „Dat du mein Levsten bist“ von Lale Anderson. Natürlich durfte ein Strandbesuch nicht fehlen. Ein kurzer Fußmarsch und der Strand war erreicht. Im Strandkorb konnte Gerrit das Nordseewasser schnuppern und sich an seine Kindertage erinnern, und allen die dazu beigetragen haben danken für diesen wunderschönen Tag auf seiner Insel.

Eine Überraschung stand aber auf der Rückfahrt mit der Fähre noch an. Die Männer des Shanty Chores Neuenkruge-Borbeck, die auch die Insel besucht haben, durch Heike angesprochen, haben spontan zugesagt und für Gerrit ein Ständchen gegeben. Die Freude und Dankbarkeit waren in seinem Gesicht abzulesen. Lieder wie, Anchors aweigh, Hamburger Veermaster, Rolling Home (Magelan) wurden von dem Chor vorgetragen. Ulrich, der selbst in dem Shanty Chor der Hessischen Wasserschutzpolizei singt, hat natürlich kräftig eingestimmt und auch Gerrit hat inbrünstig mitgesungen. 

Abschließend ist festzustellen, daß diese Reise nur durch die ehrenamtlichen Helferinnen des ASB–Wünschewagen Rheinland-Pfalz, Manuela und Heike, möglich gemacht wurde. An alle Helfer und Beteiligte auf der Insel, Michael vom Insel-Rettungsdienst, den Kutsch-Fahrer, die Schulfreunde von Gerrit und auch Ulrich, der seine Vereinskameraden rund um die Uhr begleitet hat, ein Herzliches Dankeschön im Namen von Gerrit Lambrecht.


Nachstehende Bilder sind mit Erlaubnis aller Beteiligten eingestellt. 

Bildernachweis  Manuela Stebel Projektkoordinatorin ASB-Wünsche-Wagen, Janick Gramm  Profi Fotograf, Ulrich Kunkel  Vorsitzender Binger Schifferverein 1895 e.V.   und Autor

Kinder knüpfen Knoten – Entdecke die Welt der Schifferknoten!

Am Kulturuferfest am Rheinufer lädt der Binger Schifferverein alle Kinder zwischen 5 und 14 Jahren herzlich ein, in die spannende Welt der Schifferknoten einzutauchen.

Knoten sind die heimlichen Helden auf jedem Boot: Sie verbinden Leinen, befestigen Gegenstände, verkürzen Seile oder schaffen bewegliche Schlaufen. Ohne sie geht auf dem Wasser nichts! Und das Beste: Jeder Knoten lässt sich leicht wieder lösen – wenn man weiß, wie es geht.

In dieser kostenlosen Aktivität lernen die jungen Teilnehmer spielerisch, welche Knoten wofür gebraucht werden und wie man sie richtig knüpft. Ob für den Bootsführerschein oder einfach aus Neugier – hier wird jeder zum kleinen Knotenprofi!

Kommt vorbei und probiert es aus!

Tag der Lotsen am 24. Juni: Warum der Rhein ohne Lotsen nicht denkbar wäre

Der Rhein – eine Lebensader Europas

Stellen Sie sich vor, Sie stehen am Ufer des Rheins in Bingen. Vor Ihnen rauscht das Wasser, das seit Jahrtausenden Waren, Menschen und Ideen durch Europa trägt. Doch was viele nicht wissen: Ohne die Lotsen wäre diese Lebensader undenkbar. Seit 1844 gibt es sie offiziell – sie sorgten sie dafür, dass Schiffe sicher durch die gefährlichen Passagen wie das Binger Loch kommen. Am 24. Juni feiern wir den Tag der Lotsen – und damit ein Stück lebendige Geschichte, das der Binger Schifferverein mit Leidenschaft bewahrt.

Von den Römern bis zu Jacob Brilmayer: Die Evolution der Rheinschifffahrt

Die Geschichte der Rheinschifffahrt ist so vielfältig wie der Fluss selbst. Schon die Römer nutzten schnelle Ruderschiffe, um ihre Soldaten und Waren zu transportieren. Später kamen die Oberländer-Einmal-Boote – Schiffe, die nur für eine Fahrt gebaut wurden und danach zerlegt wurden. Noch faszinierender sind die Treidelschiffe, die von Menschen oder Pferden auf den Leinpfaden gezogen wurden. Ein wahrer Meilenstein war dann das Jahr 1825: Der Binger Steuermann Jacob Brilmayer schaffte es als Erster, ein Dampfschiff mit eigener Kraft gegen den Strom durch das Binger Loch zu steuern. Damit begann die Ära der Schlepper, die bis zu acht motorlose Kähne flussaufwärts zogen. Und wer hat schon von den „Hexen“ gehört? Das waren Tauerschiffe, die sich und ihre Lasten an einem Seil durch die Engstelle zogen – eine geniale Lösung für eine der gefährlichsten Stellen des Rheins!

Wissen, das Generationen verbindet

Der Binger Schifferverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses einzigartige Wissen zu sammeln und zu bewahren. In den Archiven des Vereins finden sich nicht nur Geschichten über Lotsen und Schiffe, sondern auch technische Details – etwa zum gleichwertigen Wasserstand des Rheins, der bis heute einen ökologischen und effizienten Transport ermöglicht. Und natürlich darf die Kultur nicht fehlen: Eine Sammlung von Rheinliteratur und -sagen zeigt, wie sehr der Fluss die Menschen bewegt – und dass es am Rhein weit mehr zu erzählen gibt als nur die Geschichte von Bischof Hatto.

Das Lotsenmuseum: Ein Ort für Entdecker

All dieses Wissen ist nicht nur für Experten interessant. Im Lotsenmuseum Bingen können Besucher auf einer großen Tafel an der Außenwand die Rheinstrecke mit all ihren Herausforderungen erkunden. Ein QR-Code bietet Erklärungen in allen Sprachen, und wer mehr wissen möchte, findet im Museum eine Broschüre oder kann auf dieser Website und auf Instagram @Rhein.Lotsen.Bingen stöbern.

Helfen Sie mit, Geschichte zu bewahren!

Aktuell arbeitet der Verein an einer kompletten Liste aller Binger Lotsen. Bisher sind 123 Namen und Spitznamen zusammengetragen – doch es fehlen noch einige. Kennen Sie Lotsen aus Ihrer Familie oder Ihrem Umfeld? Dann melden Sie sich bitte beim Binger Schifferverein! Jeder Hinweis hilft, das Erbe der Rheinschifffahrt zu bewahren.

Und besuchen Sie uns!



Tag der Lotsen

Am 24. Juni ist der Tag der Lotsen. 1844 wurde an diesem Tag das „Reglement über Lotsendienst auf dem Rhein innerhalb Preußens“ erlassen, das erstmals zwischen „Steuerleuten“ und „Lotsen“ unterschied und auf dem das eigenständige Lotsenwesen beruht.

Der Vorstand wird am diesem Tag die aktuellen Forschungsergebnisse des Vereins vorstellen.

Der Rhein - Grenze oder Verbindung?

Am 7. Juni 2026 luden der Binger Schifferverein und das Lotsenmuseum im Rahmen des UNESCO-Welterbetags zum ersten Erzählmuseum ein. Unter dem Motto „Gemeinsam für Frieden und Verständigung“ und passend zur aktuellen Skulpturen-Triennale mit dem Thema „Verbindung und Zusammenhalt“ stand der Rhein im Mittelpunkt – als Grenze, als Verbindung und als Symbol europäischer Geschichte.

Gemeinsam mit den anderen Rhein-Museen – Stellwerk im Park am Mäuseturm, Museum am Strom und der Alte Kran – wurde dieser Tag zu einem besonderen Erlebnis für alle, die sich für die vielschichtige Geschichte des Stroms interessieren.

Die sechs Stationen des Rheins: Von der Grenze zur Verbindung

1. Die Grenze – der Rhein der Römer

Der Rhein war für die Römer zunächst eine klare Kulturgrenze. Victor Hugo beschrieb ihn als „vereisten Fluss“ (Frigora Rheni), der das wilde, unzugängliche Germanien von der zivilisierten römischen Welt trennte. Ein Binger Studienrat merkte dazu an:

„Die Germanen auf der anderen Rheinseite lebten noch in Laubhöhlen, da hatten die Binger schon geheizte Badezimmer.“

Für die Römer war der Rhein nicht nur eine militärische Grenze, sondern auch ein wichtiger Handelsweg. Ein lateinisches Zitat – dessen Ursprung leider nicht belegt werden kann – unterstreicht seine Bedeutung:

„Rhenus navigabilis est ab Alpibus usque ad Oceanum, magnisque oneribus vectabilis.“
(„Der Rhein ist von den Alpen bis zum Ozean schiffbar und kann schwere Lasten tragen.“)

Das Binger Riff war dabei keine Endstation, sondern eine Herausforderung, die die Schiffer durch geschicktes Manövrieren überwanden. Doch der vereiste Rhein hatte einen entscheidenden Nachteil: Im Winter konnten die Germanen ihn einfach zu Fuß überqueren. Dies mag ein Grund gewesen sein, warum der Limes nur wenige Kilometer nördlich gebaut wurde – eine Mauer, die, ähnlich wie heute zwischen Mexiko und den USA, die „wilden Horden“ Germaniens fernhalten sollte.

2. Die Verbindung: Völkerwanderung und Mittelalter

Mit dem Zerfall des Römischen Reiches wurde der Rhein zur Verbindung. Die Völkerwanderung brachte neue Kulturen, das Christentum setzte sich durch. Die Schiffahrt mag in dieser Zeit dokumentarisch kaum belegt sein, doch der Rhein blieb ein Kommunikationsstrom – trotz Hochwasser, Riffe und Untiefen.

Die heilige Hildegard erkannte: Auf dem Disibodenberg konnte sie zwar gut beten, doch für den Austausch mit den Mächtigen der Welt war das Rheintal die bessere Wahl – wo viele Menschen vorbeikamen und die Post mitnahmen. Die Zollgeschichte des Rheins zeigt, wie wichtig der Fluss als Handelsweg war. Schon im 7. Jahrhundert gab es Abgaben für den Transport auf dem Rhein, und im Ersten Rheinischen Städtebund (1254) versuchten 59 Städte, die 30 Rheinzölle abzuschaffen. Ebenso 100 Jahre später die Kurfürsten im "Kurverein" – Vorhaben, die nicht dauerhaft waren. Ein Binger Wein musste auf dem Weg in die Niederlande an 15 Zollstellen Abgaben entrichten – in heutiger Kaufkraft etwa 3–10 €. Einige Quellen sprechen davon, dass bis zu 2/3 des Warenwertes auf Zölle entfielen – ein Anteil, der heute dem Steueranteil auf Benzin entspricht.

3. Internationale Verbindung: Vom Rhein-Octroi bis zur Rheinkommission

Mit dem Vertrag über das Rheinschifffahrts-Octroi (1804) wurden die unterschiedlichen Durchgangszölle zugunsten eines einheitlichen Systems abgeschafft. In Mainz entstand eine erste internationale Verwaltungsstelle, die die Schiffbarkeit des Rheins verbessern sollte.

Doch gleichzeitig wuchs der Nationalismus. Die Frage, ob der Rhein die „natürliche Grenze Frankreichs“ sei, wurde im 19. Jahrhundert immer lauter. Doch schon Victor Hugo, der 1840 Bingen und den Mäuseturm besuchte, träumte in seinen „Briefen vom Rhein“ vom "Zeitpunkt, wo der Rhein ein europäischer Fluß sein wird" und sagte 1849 voraus: „Ein Tag wird kommen, wo ein Krieg zwischen Paris und London, zwischen Petersburg und Berlin, zwischen Wien und Turin ebenso absurd scheinen würde wie zwischen Rouen und Amiens, zwischen Boston und Philadelphia.“

1815 wurde die Zentralkommission für die Rheinschifffahrt in Mainz gegründet – die älteste internationale Institution der Welt. Die Mainzer Akte (1831) regelte die Schiffahrtsfreiheit und legte den Grundstein für die Rheinkommission, die bis heute die Schiffahrt auf dem Rhein koordiniert.

4. Neue Grenze: Kriege um den Rhein (1866–1945)

Im 19. und 20. Jahrhundert wurde der Rhein wieder zur Grenze. 1866 führte das preußische Bingerbrück gegen das hessische Bingen Krieg, sogar die Nahe wurde zur Grenze. Im Ersten Weltkrieg wurde die Hindenburgbrücke in Bingen als Wehrbrücke gebaut – mit Maschinengewehrstellungen, Teil der Festung Mainz.

Nach dem Versailler Vertrag (1919) wurde die Zentralkommission umstrukturiert, der Sitz nach Straßburg verlegt. Frankreich besetzte das Rheinland, Bingen wurde wieder Garnisonsstadt zum Schutze Frankreichs gegen das deutsche Reich. Das Misstrauen war so groß, dass es sogar einen unabhängigen französischen Lotsendienst für den Rhein gab.

1930 endete die Rheinlandbesetzung, doch der Zweite Weltkrieg brachte neue Teilungen: Die Wehrmacht sprengte die Hindenburgbrücke, die Amerikaner bauten eine Pontonbrücke – die Schifffahrt litt, die andere Rheinseite wurde amerikanische, Bingen französische Zone. Schiffer brachten manche heimlich von der einen in die andere Zone, mit falschen Ausweisen.

5. Endlich verbunden: Der Rhein im neuen Europa

Nach 1945 spielte die Zentralkommission eine dynamische Rolle bei der Wiederaufnahme der Rheinschifffahrt. 1950 wurde zusätzlich die IKSR (Internationale Kommission zum Schutz des Rheins) gegründet, um die Verschmutzung zu bekämpfen. Heute ist der Rhein ein integraler Bestandteil des europäischen Wasserstraßennetzes – ein einzelnes Binnenschiff ersetzt bis zu 100 LKW-Ladungen, und die Schifffahrt verursacht nur ein Drittel der Emissionen eines LKWs.

6. Der Rhein, die europäische Völkermühle

Victor Hugo sah im Rhein einen symbolischen Fluss, der die Geschichte Europas widerspiegelt:

„Der Rhein, mein Freund, ist ein edler Fluss, herrschaftlich, republikanisch, reichsbildend, würdig zugleich französisch und deutsch zu sein. Die ganze Geschichte Europas ist in seinen zwei Erscheinungsformen vertreten, in diesem Fluss der Krieger und Denker, in diesen prachtvollen Wellen, die in Frankreich aufprallen, in diesem tiefen Murmeln, welches Deutschland träumen lässt.“

Und Carl Zuckmayer schrieb in seinem „Teufels General“ mit einem Hymnus auf den Rhein als „Völkermühle“ und „Kelter Europas“:

„Vom Rhein. Von der großen Völkermühle. Von der Kelter Europas! [...] Da war ein römischer Feldhauptmann, ein schwarzer Kerl, braun wie ne reife Olive, der hat einem blonden Mädchen Latein beigebracht. Und dann kam ein jüdischer Gewürzhändler in die Familie, das war ein ernster Mensch, der ist noch vor der Heirat Christ geworden und hat die katholische Haustradition begründet. Und dann kam ein griechischer Arzt dazu, oder ein keltischer Legionär, ein Graubündner Landsknecht, ein schwedischer Reiter, ein Soldat Napoleons, ein desertierter Kosak, ein Schwarzwälder Flözer, ein wandernder Müllerbursch vom Elsaß, ein dicker Schiffer aus Holland, ein Magyar, ein Pandur, ein Offizier aus Wien, ein französischer Schauspieler, ein böhmischer Musikant – das hat alles am Rhein gelebt, gerauft, gesoffen und gesungen und Kinder gezeugt – und – und der Goethe, der kam aus demselben Topf, und der Beethoven und der Gutenberg, und der Matthias Grünewald – [...] Es waren die Besten, mein Lieber! Die Besten der Welt! Und warum? Weil sich die Völker dort vermischt haben. Vermischt – wie die Wasser aus Quellen und Bächen und Flüssen, damit sie zu einem großen, lebendigen Strom zusammenrinnen. Vom Rhein – das heißt: vom Abendland. Das ist natürlicher Adel. Das ist Rasse.“

Das Erzählmuseum zeigte: Der Rhein war Grenze und Verbindung, Kriegsschauplatz und Friedensstifter, Handelsweg und Kulturträger. Heute ist er ein Symbol für die europäische Einheit – ein Fluss, der Völker verbindet und Geschichte schreibt.

Ein herzliches Dankeschön an alle Besucher, Mitwirkende und die anderen Rhein-Museen für diese gelungene Veranstaltung!

Flohmarkt Binger Schifferverein 1895 e.V.

Am Freitag, den 01. Mai und 

am Samstag, den 02. Mai 2026

war wieder  Flohmarkt

jeweils von 10:00 bis 17:00 Uhr,

am Lotsenhaus des Binger Schifferverein 1895 e.V. 

An alle Beteiligten ein herzliches Dankeschön für die geleistete Organisation und Durchführung.



Lotsenstrecke per Leporello

Nach mehreren Anfragen unserer Museumsbesucher, haben wir die Lotsenstrecke von Bingen bis Sankt Goar zu Papier gebracht. Auf der Rückseite gibt es etwas über die Geschichte der Lotsen zu lesen. Auch unser aktuellen Daten befinden sich darauf. Für eine Spende von 1,- Euro kann der Leporello mitgenommen werden.


Saison-Eröffnung des Lotsenmuseum Bingen am Kulturufer

Es ist wieder soweit. Am 04.April 2026, um 13:00 Uhr, öffnet das Binger Lotsenmuseum wieder seine TORE. Am Wochenende und an Feiertagen, von 13:00 bis 17:00 Uhr, sind die interessierten Gäste wieder herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Sonderführungen nach nach Absprache möglich (Tel: 01520 174 6372) 

Mitglieder des Binger Schifferverein 1895 e.V. geben den Besuchern gerne Auskunft und beantworten Fragen über den Rhein, die Schifffahrt, die Lotsen und über das Lotsenmuseum. Ein neues Faltblatt (Leporello) zeigt die Lotsenstrecke von Bingen bis St. Goar so wie diese früher einmal war, ebenso auch zu sehen an der Außenwand unseres Lotsenhauses. 

Auch Informationen über die Lotsenarbeit sowie die Aktuellen Kontaktdaten sind darauf enthalten. Für eine Spende (Schutzgebühr) von 1,- Euro sind sie beim Diensthabenden erhältlich. Schifferknoten lernen und der Schiffsglocke Signale entlocken, für Kinder bestimmt genauso erlebnisreich, wie für Erwachsene. Eine Belohnung gibt es für die Kinder die mitgemacht haben auch...


Also herzlich willkommen und AHOI

Rein Schiff im Lotsenmuseum

Am 01. April 2026 war es wieder soweit REIN SCHIFF im Lotsenmuseum. 11 fleißige Helfer und Helferinnen waren tatkräftig dabei das Lotsenmuseum wieder für die Öffnung am Ostersamstag herzurichten. Es wurde Innen und Außen geputzt und sauber gemacht, damit am Ostersamstag, den 04.April 2026 zur Saison-Eröffnung alles bereit ist. Im Anschluss, nach der Arbeit, setzte man sich zusammen zum traditionellen Essen und Trinken. Die Saison 2026 kann beginnen.


Mitgliederversammlung 2026

Binger Schifferverein 1895 e. V. - Schiffer- und Lotsenmuseum Hindenburganlage 55411 Bingen

Binger Schifferverein 1895 e.V. wählt neuen Vorstand. Bei der Mitgliederversammlung des Binger Schifferverein 1895 e.V. am 6. März 2026 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Bodo Keipinger und Christa Kunkel standen nicht mehr zur Wahl. Johannes Heidecker wurde neu in den Vorstand gewählt. Die anderen Mitglieder des bisherigen Vorstandes stellten sich zur Wiederwahl.

Vorsitzender
Ulrich Kunkel
Schriftführer und Stellvertreter
Martin Mauermann
Kassenwart
Johannes Heidecker
Leiter Lotsenmuseum
Jürgen Domann
1. Beisitzer
Alfred (Fredi) Schmitt

Das Wahlverfahren wurde in Blockwahl durchgeführt unter der Wahlleitung von Clemens Heinemann. Der neue Vorstand wurde einstimmig gewählt, auch beide Kassenprüfer (Dominik Gundlach und Stefan Polzer) wurden wiedergewählt.

Der alte und neue Vorsitzende Ulrich Kunkel übernahm die Weiterführung der Sitzung. Die überarbeitete Satzung, gründlich und verständlich vorgestellt vom Martin Mauermann, wurde einstimmig angenommen und beschlossen, so wird dies dem Amtsgericht zur Genehmigung vorgelegt.

Mit einem herzlichen Dankeschön für Ihr außerordentliches Engagement im Vorstand wurden Bodo Keipinger und Christa Kunkel mit je einem Weinpräsent bedacht. Bodo Keipinger erhielt außerdem vom Verein noch die Anstecknadel und ein Buch über die Binnenschifffahrt in Rheinland-Pfalz.

Der neue zusammengesetzte Vorstand des Binger Schifferverein 1895 e.V. wird den Verein zusammen mit seinen Mitgliedern weiterführen und lenken.

Der Vorstand

Binger Schifferverein 1895 e.V.

Rein Schiff am Lotsenmuseum

Am Freitag den 11. April 2025 fand  das Rein Schiff machen am Lotsenhaus statt. 

Im Anschluss an das aufräumen und saubermachen, fand

ein Gemeinsames Beisammensein mit Weck, Worscht und Wein statt.

Herzlichen Dank an alle Beteiligten. 

Die Saison 2025 kann beginnen.

WSA übergibt Dauerleihgabe an Binger Lotsenmuseum

Frau Petra Schneider vom Wasserstraßen u. Schifffahrtamt Oberrhein übergibt Herrn Ulrich Kunkel Vorsitzender Binger Schifferverein 1895 e.V. das Modell eines Frachtsegelschiffes, für die Ausstellung im Binger Lotsenmuseum.

Unser Vereinsmitglied Martin Mauermann war maßgeblich für das Zustandekommen dieser Transaktion verantwortlich.

Das Segelschiff Modell hat einen Platz in unserem kleinen Schiffer u. Lotsenmuseum bekommen.

Der Binger Schifferverein 1895 e.V. bedankt sich für die Dauerleihgabe des WSA Oberrhein Mannheim.

Unser Jahresrückblick 2024 und Vorschau auf 2025

Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende zu, Zeit für eine Rückschau auf die Aktivitäten des Schiffervereins.

62 Tage, vom 30. März (Ostersamstag) bis zum 6. Oktober, hatte das Schiffer- und Lotsenmuseum seine Türen geöffnet.

10 Ehrenamtliche Mitglieder des Vereins, waren in diesen Tagen im Lotsenhaus präsent, um den Besuchern Informationen über die Binger Lotsen und deren Alltag auf uns neben dem Strom zu berichten.

Auch über geschichtliche Ereignisse und Wasserbautechnische Veränderungen des Rheines konten die 10 Diensttuenden berichten.

1298 Besucher fanden den Weg in unser kleines aber feines Schiffer- und Lotsenmuseum.

Unsere aktuell 43 Mitglieder konnten sich über weitere Aktivitäten des Vereins freuen und aktiv mitmachen.

30.03.2024: Gleich am Eröffnungstag wurde von der Binger Kinogesellschaft KiKuBi ein Image Film über die Binger Lotsen gedreht, der in unserer Hompage
anzuschauen ist.

19.04.2024: Mitgliederversammlung im Vereinslokal „Zur Alten Post„

25.05.2024: Wieder ist ein Drehtag angesagt. Diesesmal drehte der SWR für die Sendung „Stadt - Land - Quiz“ in Bingen Thema „Schiffahrt“. Unser Vereinsmitglied Martin Mauermann hat als Stadtpate bei der Bildersuche und der Schnellraterunde maßgeblich zum Erfolg für die Stadt Bingen beigetragen.

26.05.2024: Auftritt des Shanty Chores aus Heidenheim am Binger Schiffer- u. Lotsenmuseum.

10.06.2024: Von der Denkmalgesellschaft Bingen wurde dem Verein eine Lotsenschaluppe als Ausstellungsstück angeboten. Nach Absprache und Genehmigung der Stadt Bingen, wurde die Schaluppe beim Servicebetrieb Bingen vom 10.06. bis 14.06.2024 restauriert. Die Vereinsmitglieder Martin Mauermann, Manfred Fietzek,
und Ulrich Kunke
l waren handwerklich aktiv und wurden durch Patricia Daum kulinarisch versorgt. Die Mitarbeiter des Bauhofes sorgten für die Aufstelllung und Platzierung am Lotsenhaus.

13.07.2024: Kleiner Flohmarkt am Lotsenhaus zu gunsten des Lotsenmuseums.

22.08.2024 Tagesausflug des Schiffervereins.
Nach langer Abstinens (Corona) wurde wieder ein Tagesausflug des Schiffervereins durchgeführt.
Nicht nur Mitglieder, sondern auch Verwante und Bekannte konnten an der Fahrt teilnehmen, sodass der Reisebus mit 52 Personen voll belegt war.
Mit dem Schiff von Bingen bis St. Goar, weiter mit dem Bus nach Bad Salzig zum Aussichtspunkt Fünf-Seen-Blick, dort Pause mit atemberaubender Aussicht auf den Rhein und „Weck, Worscht, und Wein“.
Der nächste Zielort war Bendorf zur Schmetterlingsfarm, hier Besichtigung.
Unser Haupziel allerdings, war in Kamp Bornhofen das „Flösser und Schiffermuseum“, welches wir auf Einladung besuchten.
In den „Antoniusatuben“ in Bad Salzig, bei guten Speisen und Getränken, fand diese schöne Tagesfahrt ihren Abschluss.
2 neue Mitglieder konnte der Verein bei dieser Fahrt gewinnen.

17.09.2024: Besuch der Stellwerks in Bingen durch die Diensttuenden.

03.10.2024: Taufe der Lotsenschaluppe mit geladenen Gästen.
Bürgermeister Mönch, sowie viele Gäste aus nah und fern, waren Zeugen, als unser Vereinsmitglied Partricia Daum die Schaluppe mit Sektdusche auf den Namen "SCHLUMPF " taufte.

Nach der Taufe fanden sich alle Diensttuenden mit Partnern innen im Lotsenhaus ein und feierten den Saisonabschluss 2024.

13.11.2024 Sonderführung Lotsenmuseum. Eine deutsch-französiche Schulklasse aus Bad Kreuznach hatte Interesse an einer Führung bekundet, der vom Verein gerne Rechnung getragen wurde. Leiter Lotsenmuseum Ulrich Kunkel und Vorstandsmitglied Alfred (Fredi) Schmitt haben diese Führung übernommen und zu allgemeiner Zufriedenheit aller Teilnehmer durchgeführt.

Das Loreley Lied, das Beide sängerisch zum besten gaben, wurde freudig und staunend aufgenommen und beklatscht.

Leider musste der Verein auch Von 2 Mitgliedern Abschied nehmen: Frau Heide Kirsten, (verstorben am 26. Juni 2024) Herr Dr. Jürgen Kirsten (verstorben am 08. Nov. 2024)

08.12.2024 Traditionelle Nikolaus Schiffer Wallfahrt nach Assmanshausen. Abfahrt: 13:30 Uhr: Brücke 4 Bingen Rüdesheimer
Schiffsprozession ins Binger Loch
Wallfahrt zur Nikolaus Kapelle Fürbitte und Segen.

19.04.2025: Saison-Eröffnung unseres Schiffer- und Lotsenmuseums, erstmals wieder
am Ostersamstag, zu den Öffnungszeiten von 13:00 bis 17:00 Uhr.

Wir bedanken uns hier schon einmal bei all unseren Gästen bisher und möchten Sie weiterhin neugierig auf unser machen.


Taufe Lotsen-Schaluppe

Der Binger Schifferverein 1895 e.V. hat sich bereit erklärt von der Denkmalsgesellschaft Bingen am Rhein eine Schaluppe zu übernehmen, diese zu restaurieren, und durch die zuständigen Personen der Stadt Bingen genehmigten Abstellplatz am Lotsenhaus/Kulturufer zu platzieren. 

Zu der Geschichte dieser Schaluppe, von uns als „Lotsen-Schaluppe“ benannt, ist festzuhalten das die Mittelrheinlosten in den 50 er Jahren eine eigene Schaluppe besaßen, mit denen sie die zu Berg fahrenden Schiffe ansteuerten, so an Bord gelangten, um die für sie maßgebliche Lotsenstrecke als nautischer Berater und Ortskundiger zu navigieren. 

Zurück zu ihrer Lotsenstation kamen die Lotsen mit ihrer Schaluppe im Anhang eines zu Tal fahrenden Schiffes. Durch das Anhängen an einen Talfahrer konnten die Lotsen ohne eigene Muskelkraft einzusetzen die Rückfahrt zu ihrer Lotsen Station verkürzen, und brauchten nicht zu rudern. 

Am Donnerstag, dem 03. Oktober 2024, am Feiertag, um 11.00 Uhr, wurde durch die Vereinsmitglieder, und ehrenamtlichen Diensttuenden mit eingeladenen Vertretern der Stadt Bingen die Taufe der Lotsen-Schaluppe feierlich durchgeführt.

Natürlich bekam sie auf Grund ihres farblichen Aussehens auch einen Namen.

Die Taufe vorgenommen hat ein Vereinsmitglied, welches auch einen aus unserer Sicht passenden Namen "Schlumpf" vorgestellt hat.

Restauration einer Lotsenschaluppe

Am 23. April wurde bei einem Treffen der verantwortlichen der Stadt Bingen und dem Binger Schifferverein ein Angebot der Denkmalgesellschaft Bingen beraten.

Dabei geht es um die Übernahme einer Lotsen - Schaluppe kleiner Schottel als Austellungsstück für das Lotsenmuseum am Kulturufer in Bingen.

Nach positivem Bescheid, wurde die Schaluppe vom 10. bis 14. Juni von ehrenamtlichen Mitgliedern des Binger Schiffervereins 1895 e. V. nach alten Vorlagen fachgerecht restauriert.

Die Schaluppe wird am Rheinufer Obertsrom des Lotsenhauses vor den Sitzbänken ihren Ausstellungsplatz finden.

Der Binger Schifferverein 1895 e.V. Dankt allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und das freundliche Entgegenkommen.

Der Heidenheimer Shanty-Chor

Der beliebte Shanty-Chor aus mittelfränkischen Heidenheim besuchte uns am 26.05. an unserem Schiffer- u. Lotsenmuseum und beglückte uns mit einigen Shantys und Seemannsliedern. 

Als Dank dafür bekamen die Gäste einen starken Applaus von den immer mehr werdenden Zuschauer. 

Auch das Wetter dankte mit sonnigem und warmen Klima.

Nach etwa zwei Stunden traten die Gäste ihre Heimreise an, nicht ohne vorweg noch ein wenig unser schönes Rheinufer zu geniesen. 

Wir werden uns wiedersehen, das wurde versprochen

  • Begrüßung und Anmoderation
Offizielle Neueröffnung des Lotsenmuseums

Das Lotsenmuseum ist nach umfassender Renovierung komplett neu ausgerichtet. Das Lotsenhaus präsentiert sich fortan attraktiv in einem besonderen Outfit und ist nun ein richtiger Hingucker.

Das Binger Lotsen- und Schiffermuseum feierte Sonntag 13. Mai 2023 seine Umgestaltung. Dafür haben sich die Verantwortlichen um Museumschef Ferdinand Engelhart einiges einfallen lassen. Die Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen mußten pandemiebedingt verschoben werden. Standesgemäß sorgte der Chor der hessischen Wasserschutzpolizei für die richtigen Töne vor dem ehemaligen Lotsenhaus am Binger Kulturufer. Dazwischen gab es ein Programm mit vielen Informationen rund um das Lotsenmuseum, die Schifffahrt und Einblicke in die jahrhundertealte Tradition der Rheinschiffer und Lotsen in Bingen.

Ferdinand Engelhart, erfahrener Rheinschifffahrtskapitän, stellte die Broschüre zur 125-jährigen Vereinsgeschichte vor und erklärte anhand besonderer Objekte aus dem Museum Schifffahrt auch ganz praktisch. Wie das Leben eines Lotsen aussah, bevor dieser Berufsstand ausstarb berichtete der frühere Lotse Fritz Neureuther.

Erste Eröffnung 2012
Eröffnung des Binger Lotsenmuseums

Eröffnung des Binger Lotsenmuseums durch Oberbürgermeister Thomas Feser. Begrüßung von Hausherr Ferdinand Engelhart.